entbrennt ein Streit zwischen deutschen und französischen Bauern, der auch der EU Kommission zu schaffen machen könnte. Sogar an der luxemburgischen Grenze haben die französischen Bauern ihrem Unmut gegen die deutschen Milchbauern Luft gemacht. Bei allem Verständnis für die Probleme der Bauern sind die Argumente nicht gerade stichhaltig: die deutschen würden mit billigen Hilfskräften aus den « Ostländern »(!) produzieren….Wer hinderte die französischen Bauern daran es genauso zu tun? Nun sind allerdings die Hintergründe etwas komplizierter und treffen die EU in ihren beiden Kerngeschäften, der gemeinsamen Agrarpolitik und der Freizügigkeit der Arbeitskräfte. Nach Abschaffung der Milchquoten sind nun die niedrigen Preise Ursache der Unzufriedenheit. Die europäische Agrarpolitik hat kein Gleichgewicht zwischen Verkaufspreisen und dem Verdienst der Bauern bisher gefunden. Subvention-und Regulierungsabbau förderte den freien Markt….mit dem Resultat dass die Bauern kaum noch einen gerechten Preis für ihre Arbeit erzielen. Indessen bilden sich militante Bewegungen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Frankreichs Regierung verspricht um den Bauernaufstand zu beenden höhere Preise, Grosshandel und der abschröpfende Zwischenhandel werden vermutlich dazu beitragen müssen. Um den grenzüberschreitenden Markt mit Deutschland muss sich die europäische Kommission kümmern. Auch der Verbraucher könnte zur Schlichtung etwas beitragen, so z.B. bereit sein mehr zu zahlen für die Milch und achtsamer mit Agrarprodukten umgehen.