Wenn ich das Wort ergreifen dürfte
Krecké bleibt im Verwaltungsrat…
..von Arcelor Mittal, so verkündet vom Nachfolger im Wirtschaftsministerium des Grossherzogtums. Beschäftigungstherapie für den Sportlehrer, der allerdings in seinem Vorgänger ein gutes Vorbild hatte: der wurde nämlich zum europäischen Rechnungshof ernannt. Im Vergleich ist da ein Posten in einem Verwaltungsrat nicht so bedeutend...zumal auch die Bilanz des Vorgängers nicht von Glanzleistungen besät war! Ein Fehler war es wahrscheinlich als der Premierminister bei der Regierungsbildung 2004 das Wirtschaftsministerium in sozialistische Hände gab und 2009 nicht Wirtschaft, Forschung Medien und Mittelstand zu einem Ministerium verbündelte und den damals interessierten Anwärter damit beauftragt hat. Personenfragen werden halt immer wichtiger, gerade in einem kleinen Land. Es genügt nun mal nicht sich gut zu "verkaufen" mit Journalisten per Du zu sein und sich somit eine gute Presse einzuhandeln, und die vielen Auslandsaufenthalte Kreckés waren eher Aktivismus, viele konkrete Resultate haben sie nicht gebracht. Dass es ihm an Stil fehlte zeigte auch sein Abgang: auf offizieller Visite in Vietnam, zusammen mit dem Grossherzog, verliess der noch Minister die Delegation um zuhause der einheimischen Presse Rede und Antwort zu stehen....7 février 2012
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Facebook auf der Börse
Eine Idee macht ihren Weg. Ein 26jähriger Unternehmer, schon jetzt Berühmtheit, wird einer der grössten Herausforderer der Geschäfte mit neuen Medien. Realen, greifbaren Wert hat das Unternehmen nicht, die Menschen, oder besser die Adressen sind der eigentliche Marktwert. Wer sie beherbergt hat Potenzial! Nicht von ungefähr klauen Hacker gerne Adressen, eine neue Form der kleinen Cyberkriminalität. Lästig für jene deren Datei schon einmal gehackt wurde… Eigentlich nicht die feine Art, wenn Botschaften versandt werden, die gar nicht vom Absender sind! Facebook, das Netz der jungen Generation ist zu einem festen Bestandteil der Kommunikation geworden. Gewarnt wird davor nicht allzu mitteilungsfreudig zu sein, und ein Recht auf « Vergessen » will die EU Kommissarin Reding einführen. Was einmal geschrieben wurde, sollte auch gelöscht werden können. Nun soll die Idee vergoldet werden, indem ihr Wert auf der Börse notiert wird. Zuckerberg, ihr Erfinder wird damit in die Kategorie der reichsten Männer aufsteigen, und wahrscheinlich ist er auch einer der Jüngsten unter ihnen. Und alle deren Adresse dort zu finden ist haben dazu beigetragen…..oder?
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Generalstreik in Brüssel
Die Europahauptstadt ist heute der Schauplatz eines Generalstreiks. Transporteure, Fluggesellschaften, Schulen, alle Bereiche dürften mehr oder weniger betroffen sein. Ein Streik, der in diesem Ausmass zuletzt vor 18 Jahren stattfand. Man wehrt sich gegen die Austerität, verordnet von den EU Staats und Regierungschefs! Während über Schuldenbremsen der nationalen Haushalte gepokert wird, ist die Not längst beim Volk angekommen. In Athen werden vor dem Parlament gratis Lebensmittel verteilt, der gewaltige Ansturm von 1000 Menschen sagt dass es nicht mehr um die akademische Lösung eines Souveränitätsproblemes geht, sondern dass das Geld ausgeht! Brutal vor die Tatsache stellt dass die Zwangsjacke der Sparmassnahmen ein Gesicht hat. In Brüssel wollen die Gewerkschaften heute auf diesen Tatbestand aufmerksam machen. Nun sind Streiks der Transportunternehmen in Belgien keine Seltenheit, fast mehrmals jährlich auf der Tagesordnung. Aber heute dürfte es anders sein. Wird der Weg auf die Strasse zur Alternative für die gescheiterte gemeinsame Politik? Occupy Wallstreet, so heisst die Bewegung die sich an die Banken in New York und in London heranwagte, in Porto alegre läuft das Sozialforum als Gegenveranstaltung zu Davos. Ignorieren kann auch die Bundeskanzlerin nicht mehr dass an ihrer restriktiven Haltung etwas nicht stimmt! Aber die deutsche Öffentlichkeit sorgt sich ja vorerst nur noch um den wackelnden Stuhl des Bundespräsidenten! Der Ruf der Strasse in Brüssel dürfte allerdings seine Wirkung nicht verfehlen.
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Davos ein Ausblick?
Als Zukunftsforum hat der malerische Ort in den Alpen Notorietät.Aber ist Davos noch eine visionäre Veranstaltung wo sich Wirtschaft, Politik, Forschung und Philiosopie zusammensetzen um neue Perspektiven aufzuzeichnen? Es ödet an, wenn dabei die Eröffnungsrede der Bundeskanzlerin lediglich dazu diente die eigene Haltung im innereuropäischen Geldkonflikt zu verteidigen. Die Zukunft liegt wahrhaftig auch ausserhalb Deutschlands und sogar Europas! Nabelschau betreiben ohnehin die europäischen Staats und Regierungschefs genug, wäre da in Davos nicht eine gute Gelegenheit gewesen etwas tiefer einzudringen in die Wirklichkeit! Ein gemeinsames Anpacken, verhindert durch die Rückbesinnung auf nationale Betrachtung, verlangt eine andere Qualität der Demokratie. Was würde die « europäische Öffentlichkeit »-wenn sie sich denn zu Wort melden könnte- dazu sagen, dass es noch immer keine Einigung gibt zur Konsolidierung der gemeinsamen Währung? Dass nach vielen Monaten Unsummen an Konferenzen und Gipfeln verschwendet wurden, bloss weil sich Frankreich und Deutschland in splendid isolation eigene Modelle der Führung europäischer Politik ausgedacht haben! Wie würde diese Öffentlichkeit bedauern dass gute Vorschläge die vom Eurochef Juncker gemacht wurden nicht dann als es genützt hätte angenommen wurden! Was würe diese Öffentlichkeit sagen zu der Unfähigkeit Europa auch europäisch zu gestalten und nicht nach nationalen…oder sogar nationalistischen Gesichtspunkten! Aber die Bundeskanzlerin hat sich wohlweislich gehütet eine solche Rede zu führen, sie deren Öffentlichkeit derzeit alles andere betreibt als den Weitblick über die deutschen Grenzen hinaus!
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