Das Künstlerstatut.

Es bewegt derzeit die Befindlichkeiten der Kulturszene in Luxemburg. Die abgeänderte Vorlage der vorigen Regierung rückt erneut der Kultur mit Kürzungen zu Leibe, so als ob im kaum 2% starken Budget des Gesamthaushaltes die Finanzmisere bereinigt werden könne! Gar ist es die stramme Kulturministerin die ihren Vorgängerinnen weismachen will, wie zu sanieren ist, was, so wird argumentiert, sich zum Wildwuchs ausgebreitet hat. Zuviel Kultur? Und da genau jetzt dem Künstlerstatut die Mangel angelegt wird, sollen auch alle Verbindlichkeiten der zahlreichen Trägergesellschaften mit dem Ministerium neu diskutiert werden. Kein Verlass demnach für die gemeinnützigen Vereine, Planungssicherheit für die nächste Saison gibt es nicht. Die Beschäftigung der Künstler ist demnach in Frage gestellt, und gleichzeitig wird deren Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung gekürzt. Zurück zum Arbeiter und Bauernstaat, Künstler sind in einer solchen Gesellschaft wie die überflüssige Sahne auf dem Kuchen. Sich wehren können sie nicht, da abhängig vom Geld des Ministeriums, oder von dessen ferngelenktem "Fonds culturel".Was wäre wenn für die Belegschaft des geschlossenen Stahlwerkes in Schifflingen nun gleichzeitig das Arbeitslosengeld halbiert würde? Undenkbar! Künstler scheinen demnach wie Freiwild, da darf man sich unbehelligt austoben!